Ich will Tölten. " Das mache ich Villi unmissverständlich klar, als ich mit ihm und meinem schwarzbraunen Pferd Svartur zur Halle des Islandpferdehofs Menzinger stapfe.
Villi Einarsson, ein schlaksiger Isländer mit eisblauen Augen, grinst von oben auf mich herab: "Erst mal sehen, wie du reitest." "Pah" denke ich, immerhin sitze ich seit 20 Jahren im Sattel. Zwei Minuten später bin ich kleiner als mein Schul-Isi: Ich sitze falsch auf  -und kassiere die erste Rüge: "Ein Pferd ist doch kein Auto" tadelt Villi, als ich mich ohne Vorwarnung auf Svartur schwinge und der vor Schreck zur Seite kippt. "Steige nie auf ein fremdes Pferd, ohne es unter Kontrolle zu haben," schärft Villi ein. "Zum Tölten brauchst du eine Gerte. Kannst du mit Gerte reiten?" Ich betrachte die Frage als rhetorisch und greife nach der Peitsche. "Falsch", sagt Villi und korrigiert mich ein zweites Mal: "Nimm die Gerte unterhalb des Griffs und vors Knie. Dann ist sie ausbalanciert, und du tippst Svartur nicht so oft aus Versehen an. Das verwirrt ihn nur." Mein Respekt vor dem bestimmten, aber ruhigen jungen Mann wächst".
So beginnt der Bericht über den Reitunterricht am Pferdehof Menzinger in "Cavallo - Das Magazin für aktives Reiten", Heft 03/2005 Seiten 132-133 .
Wollen Sie wissen, wie die Reitstunde weiterging und warum der Pferdehof Menzinger mit der absoluten Bestnote nämlich

Schulpferd: Sehr gut.
Reitlehrer: Sehr gut.
Reitbetrieb: Sehr gut.
Preis-Leistungs-Verhältnis: Sehr gut.

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